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 +'''​Ernst Werner Siemens''',​ fra 1888 '''​von Siemens''',​ (* [[jernbaner:​13. december]] [[jernbaner:​1816]] i Lenthe ved [[historie:​Hannover]];​ † [[jernbaner:​6. december]] [[jernbaner:​1892]] i [[historie:​Berlin]]). Tysk opfinder, grundlægger af elektroteknikken og grundlægger af det nuværende [[Siemens AG]]).
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 +Han var den fjerde ud af en søskendeflok på 14. Forældrene var Christian Ferdinand Siemens og Eleonore Siemens; de døde begge da Werner var 11 år gammel. Werner følte, at det var hans ansvar at forsørge sine ti yngre søskende.
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 +Kårene var små, så for at kunne udleve sin drøm om at studere meldte han sig til militæret, da han gennem militæret kunne studere gratis.
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 +Sammen med sin ven, urmager/​elektrotekniker [[Johann Georg Halske]] grundlagde han [[Jernbaner:​12. oktober]] [[jernbaner:​1847]] virksomheden [[historie:​Siemens & Halske|Siemens und Halske AG]]. Virksomheden blev etableret på baggrund af en visertelegraf,​ hvor man ved at dreje viseren hen på et bogstav kunne afsende morsekoden for denne.
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 +To år efter virksomhedens start forlod Werner Siemens militæret, hvor han havde haft tjeneste i 15 år.
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 +To af Werners brødre spillede en stor rolle i virksomheden og overtog senere også det meste af ledelsen. Hans syv år yngre bror Wilhelm Siemens stod for forbindelserne til England, hvor han blev slået til ridder. Den tretten år yngre bror Carl Siemens tog til Rusland, men hjalp også til i England efter Wilhelms død.
 +{{ :​personer:​ernst_werner_von_siemens.jpg?​200|}}
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 +==Leben==
 +===Kindheit und Ausbildung===
 +Siemens entstammte einem alten [[Goslar]]er Stadtgeschlecht (1384 urkundlich erwähnt) und wurde 1816 als viertes Kind des Gutspächters [[Christian Ferdinand Siemens]] (1787–1840) und dessen Ehefrau ''​Eleonore Henriette Deichmann''​ (1792–1839) geboren. Nach dem Umzug im Jahre 1823 ins [[Lübeck]]er Gebiet, wo sein Vater die [[Domäne]] [[Menzendorf]] übernahm, blieb seinen Eltern der wirtschaftliche Erfolg versagt. Siemens wurde anfangs von der Großmutter und dem Vater unterrichtet,​ besuchte ein Jahr die Bürgerschule in [[Schönberg (Mecklenburg)|Schönberg]],​ bekam drei Jahre Unterricht von einem Hauslehrer und besuchte schließlich für drei Jahre das [[Katharineum zu Lübeck]]. Er verließ das Gymnasium 1834 aber vorzeitig ohne formalen Abschluss. Er wollte gerne einen praktisch-wissenschaftlichen Beruf ergreifen, doch erlaubte die wirtschaftliche Situation der Eltern kein Studium. Nach dem Tod der Mutter im Juli 1839 und des Vaters im Januar 1840 musste Werner als ältester Sohn die Vaterstelle für seine Geschwister übernehmen. ​
 +
 +[[Bild:​Werner-Siemens-1842.jpg|thumb|Werner Siemens als Seconde-Lieutenant der preußischen Artillerie 1842]]
 +
 +Auf den Rat eines Lehrers bewarb er sich beim Ingenieurcorps der preußischen Armee in Berlin, wurde jedoch abgewiesen; daraufhin bewarb er sich bei der [[Artillerie]] in [[Magdeburg]] und wurde angenommen. Im Herbst 1835 wurde Siemens als Offizieranwärter für drei Jahre an die Berliner Artillerie- und Ingenieurschule kommandiert. Hier bekam er eine umfassende Ausbildung auf naturwissenschaftlichen Gebieten, wie [[Mathematik]],​ [[Physik]], [[Chemie]] und [[Ballistik]] und hörte nebenher Vorlesungen an der Berliner Universität. Diese Ausbildung beendete er 1838 als Artillerie-[[Leutnant]].
 +
 +Leutnant Werner Siemens tat Dienst in [[Magdeburg]] und anschließend in der [[Garnison]] [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]],​ wo er wegen der Teilnahme als [[Sekundant]] bei einem Duell zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt wurde. Seine Zelle in der [[Zitadelle Magdeburg]] hat er zum Labor umgestaltet und dabei ein Verfahren zur elektrischen Galvanisierung (insbesondere Versilberung) entwickelt. Er wurde jedoch bald begnadigt und 1842 zur Artilleriewerkstatt in Berlin versetzt.
 +
 +=== Berliner Zeit===
 +Er blieb beim Militär bis Juni 1849 und versuchte nebenher mit Erfindungen zusätzlich Geld zu verdienen, wobei seine Arbeit zunächst auf praktische und schnell verwertbare Dinge gerichtet war. So entwickelte er einen neuen Regler für Dampfmaschinen,​ eine Presse zur Herstellung von [[Betonwerkstein|Kunststein]] und ein Druckverfahren. Die Idee einer Lauf-Flieg-Maschine,​ worüber er mit seinem Bruder Wilhelm korrespondierte,​ wurde aber nicht in Angriff genommen.
 +
 +Als aufstrebender Unternehmer heiratete er am 1. Oktober 1852 in Königsberg ''​Mathilde Drumann''​ (1824-1865),​ Tochter des Universitätsprofessors Dr. phil. ''​Wilhelm Drumann''​ und der ''​Sophie Mehliß''​. Aus dieser Ehe stammen zwei Töchter und zwei Söhne ([[Georg Wilhelm von Siemens|Wilhelm]] und [[Arnold von Siemens|Arnold]].
 +Mathilde verstarb am 1. Juli 1865. Am 13. Juli 1869 heiratete Siemens in zweiter Ehe seine entfernte Cousine ''​Antonie Siemens'',​ die Tochter des Professors der Technologie ''​Carl Siemens'',​ Professor an der [[Universität Hohenheim|Landwirtschaftlichen Akademie]] bei Stuttgart, später in den [[Königreich Württemberg|württembergischen]] persönlichen Adelsstand erhoben, und der ''​Ottilie Denzel''​. Aus dieser Ehe ging Sohn [[Carl Friedrich von Siemens|Carl-Friedrich]] (1872-1941) hervor.
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 +Am 17. Februar 1887 erwirbt Siemens das ca. 600 ha große Gut [[Berlin-Biesdorf|Biesdorf]] inklusive [[Schloss Biesdorf|Schloss]] und überträgt es 1889 seinem Sohn [[Georg Wilhelm von Siemens|Wilhelm]]. ​
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 +Am 6. Dezember 1892 erlag Werner von Siemens in Berlin einer Lungenentzündung.
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 +== Leistungen ==
 +===Elektrotechnik===
 +Im Jahr 1842 gelang es Werner Siemens, einen Teelöffel aus [[Neusilber]] mit Hilfe des aus [[Batterie]]n stammenden [[Gleichstrom]]es mit einem Überzug wahlweise aus Silber oder Gold zu versehen, womit er zum Begründer der [[Galvanotechnik]] wurde. Für dieses Verfahren bekam er ein Patent, das er an einen [[Juwelier]] verkaufte. Mit dem Erlös aus diesem Geschäft schickte er seinen damals 18jährigen Bruder [[Carl Wilhelm Siemens|Wilhelm]] nach England, das zu dieser Zeit in der Technik und Industrialisierung viel weiter fortgeschritten war als das in viele Teilstaaten zersplitterte Deutschland.
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 +Ende 1846 entwickelte er den elektrischen [[Zeigertelegraph]]en mit Selbstunterbrechung.
 +Im Jahr darauf erfand er ein [[Verfahren]],​ um [[Draht|Drähte]] mit einer nahtlosen Umhüllung aus [[Guttapercha]] zu versehen. Dieses Verfahren bildet bis heute die Grundlage zur Herstellung isolierter Leitungen und elektrischer [[Kabel]].
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 +1857 entwickelte Siemens die [[Ozonröhre]],​ die elektrisch erzeugtes [[Ozon]] zur Reinigung von [[Trinkwasser]] verwendet.
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 +1857 Formulierung des [[Gegenstromprinzip]]es. Siehe auch [[Gegenstrom]].
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 +1866 entdeckte er 15 Jahre nach dem Dänen [[Søren Hjorth]] und fünf Jahre nach dem Ungar [[Ányos Jedlik]] als dritter das [[Dynamoelektrisches Prinzip|dynamoelektrische Prinzip]] und baute eine erste [[Elektrischer Generator|Dynamomaschine]]. Werner von Siemens war allerdings der erste, der der Selbsterregung eine große Bedeutung für die Erzeugung elektrischer Energie voraus zu sagen glaubte. Die moderne Technik der Stromerzeugung ging andere Wege: Dort wird das Prinzip der Fremderregung angewandt. Der dänischen Eisenbahningenieur Søren Hjorth (1801-1870) erhielt bereits 1854 ein Patent für eine Maschine, die Dauer- und Elektromagnete enthielt. Auch sie nutzte bereits die Selbsterregung. Siemens glaubte fest an den Siegeszug der elektrischen Energie, der mit der Dynamomaschine möglich erschien. Aber es gab noch zu wenig praktikable Anwendungen,​ um der neuen [[Technologie]] zum Durchbruch zu verhelfen.
 +
 +=== Der Unternehmer Werner von Siemens ===
 +Am 12. Oktober 1847 gründete er – noch immer im Hauptberuf Offizier – mit dem Mechaniker [[Johann Georg Halske]] in Berlin die ''​[[Siemens & Halske|Telegraphenbau-Anstalt von Siemens & Halske]]''​. Das notwendige [[Kapital]] zur Firmengründung kam von Siemens'​ Vetter [[Georg_von_Siemens|Johann Georg Siemens]], der wohlhabende Justizrat und spätere Mitbegründer der [[Deutsche_Bank|Deutschen Bank]]. Er investierte mehr als 6000 [[Taler]] als Startkapital gegen eine 20-prozentige Gewinnbeteiligung über sechs Jahre. ​
 +
 +Die Verbindung von Siemens und Halske war wohl ein seltener Glücksfall in der [[Technikgeschichte]],​ denn sie ergänzten sich auf nahezu ideale Weise. Siemens hatte das Wissen, die Ideen und experimentierte gerne, Halske konstruierte die unendlich vielen Kleinigkeiten die notwendig waren, um aus Ideen praktisch nutzbare Geräte zu machen.
 +
 +1848 erhielt das junge Unternehmen einen politisch wichtigen Auftrag – die Telegraphenleitung von Berlin nach [[Frankfurt am Main]], denn dort tagte die deutsche [[Frankfurter Nationalversammlung|Nationalversammlung]]. Die Leitung wurde noch im Winter 1848/49 mit Geräten und Kabeln von Siemens & Halske gebaut. Dass die Nationalversammlung König [[Friedrich Wilhelm IV. (Preußen)|Friedrich Wilhelm IV.]] von Preußen die Kaiserwürde antragen wollte, wusste dieser schon eine Stunde nach der Abstimmung, eine Woche bevor die [[Kaiserdeputation]] in Berlin ankam.
 +
 +Damit wurde Siemens & Halske auf einen Schlag bekannt und weitere Aufträge zum Bau von Telegraphenverbindungen in Preußen und den deutschen Staaten folgten. Siemens versuchte früh auch auf außerdeutschen Märkten Fuß zu fassen, zumal er mit der preußischen Telegraphenverwaltung bald in Streit geriet und von dieser über viele Jahre keine Aufträge mehr erhielt. Er betraute seinen Bruder [[Carl Wilhelm Siemens|Wilhelm]] mit der Leitung einer ersten Auslandsniederlassung in [[London]]. Auch in [[Russland]] bemühte er sich um Aufträge. Ein erster Erfolg war 1852 der Auftrag zur Errichtung von Telegraphenverbindungen von [[Warschau]] nach [[Sankt Petersburg|St. Petersburg]] und von St. Petersburg nach [[Moskau]]. 1853 schickte Siemens seinen Bruder [[Carl von Siemens|Carl]] nach St. Petersburg, um den Bau zu überwachen. Dabei bewährte sich Carl schnell als fähiger Unternehmer und weitere Aufträge für das russische Telegraphennetz folgten. 1855 wurde das russische Geschäft unter Leitung Carls in eine Zweigniederlassung umgewandelt und etablierte sich als wichtige Stütze von Siemens & Halske. Aufträge kamen auch aus England, wo eine eigene Kabelfabrik errichtet wurde.
 +
 +Es gab auch Rückschläge,​ beispielsweise scheiterte 1864 die Verlegung eines Seekabels von [[Cartagena (Spanien)|Cartagena]] nach [[Oran]], was dem Unternehmen empfindliche Verluste bescherte. Halske, der risikoreiche Unternehmungen hasste, verlangte, sich von der verlustreichen Niederlassung in London zu trennen. Siemens wollte den Bruder nicht im Stich lassen, gliederte die Londoner Niederlassung aus Siemens & Halske aus und gründete 1865 mit Wilhelm und Carl in London die ''​Siemens Brothers & Co''​. Aber die Meinungsverschiedenheiten zwischen Halske und den Siemens-Brüdern blieben bestehen und führten Ende 1867 nach zwanzig Jahren zum Rückzug von Halske aus der Firma. Die Brüder Wilhelm und Carl wurden nach dem Ausscheiden Halskes die einzigen Teilhaber ihres Bruders Werner: Siemens & Halske wurde zum Familienunternehmen der Siemens-Brüder.
 +
 +1870 ging nach dreijähriger Bauzeit die ''​Indo-Europäische Telegraphenlinie''​ von London über [[Teheran]] nach [[Kolkata|Kalkutta]] mit einer Länge von über 11.000 Kilometern in Betrieb.
 +[[Bild:​EElokSiemens.jpg|thumb|Elektrolokomotive auf der [[Berliner Gewerbeausstellung#​Berliner Gewerbeausstellung 1879|Berliner Gewerbeausstellung 1879]]]]
 +*1879 die erste elektrische Eisenbahn und die erste elektrische Straßenbeleuchtung (in Berlin)
 +*1880 der erste elektrische [[Aufzugsanlage|Aufzug]] (in [[Mannheim]])
 +*1881 die erste elektrische Straßenbahn (in [[Berlin-Lichterfelde]])
 +
 +=== Politisches und soziales Engagement===
 +
 +Siemens unterstützte die [[Deutsche Revolution 1848/49]]. 1860 wurde er Mitglied des liberalen ''​[[Deutscher Nationalverein|Deutschen Nationalvereins]]''​. 1861 war er Mitbegründer der ''​[[Deutsche Fortschrittspartei|Deutschen Fortschrittspartei]]''​ (DFP). 1863 wurde er in das [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Preußische Abgeordnetenhaus]] gewählt, gehörte ihm bis 1866 an. Im [[Preußischer Verfassungskonflikt|Preußischen Verfassungskonflikt]] stimmte er gegen die [[Indemnitätsvorlage]] [[Otto von Bismarck]]s.
 +
 +Siemens machte sich schon früh Gedanken um das Schicksal seiner Leute. Die normale Entlohnung erschien ihm nicht ausreichend:​ ''​Mir würde das Geld wie glühendes Eisen in der Hand brennen, wenn ich den treuen Gehülfen nicht den erwarteten Anteil gäbe''​. Neben altruistischen Motiven veranlassten ihn auch firmentaktische Beweggründe zu einem solchen Vorgehen, wie er in einem Brief an seinen Bruder Carl schrieb: ''​Es wäre auch nicht klug von uns, sie leer ausgehen zu lassen im Augenblicke großer neuer Unternehmungen.''​
 +
 +Leitende Mitarbeiter hatten schon seit Mitte der 1850er Jahre Verträge, die ihnen erfolgsabhängige [[Tantiemen]] zusicherten,​ rangniedrigere Mitarbeiter bekamen – nicht vertraglich festgelegte – [[Prämie]]n. Ab Mitte der 1860er zahlte Siemens & Halske eine so genannte Inventurprämie an alle Arbeiter und Angestellten,​ eine frühe Form des Leistungsanreizes und ein Vorläufer der heutigen Erfolgsbeteiligung. Dies alles waren Maßnahmen, um qualifizierte Mitarbeiter an Siemens & Halske zu binden und einen festen Arbeiterstamm zu bilden. ​
 +
 +1872 gründete Siemens die Pensions-, Witwen- und Waisenkasse,​ an der sich auch Halske, der dem Unternehmen schon nicht mehr angehörte, beteiligte. Eine weitere sozialpolitsche Maßnahme war die 1873 erfolgte Einführung des 9-Stunden-Arbeitstags.
 +
 +== Ehrungen ==
 +
 +[[Bild:​Ww-charlottenburg-siemens-2006-01.jpg|thumb|Siemens-Statue in Berlin-Charlottenburg]]
 +[[Bild:​Werner von Siemens.jpg|thumb|Grabmal Werner von Siemens'​ auf dem Berliner [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]]]]
 +1860 wurde Werner Siemens von der Universität Berlin die Würde eines Ehrendoktors verliehen. Auf der [[Weltausstellung]] in [[Paris]] 1867, wo Siemens seinen nach dem dynamoelektrischen Prinzip arbeitenden [[Generator]] ausstellte, wurde er mit dem Orden der Französischen [[Ehrenlegion]] ausgezeichnet. In Anerkennung seiner Leistungen wurde Werner Siemens 1874 als Mitglied in die [[Preußische Akademie der Wissenschaften]] aufgenommen. 1880 wurde er zum Geheimen Regierungsrat ernannt und 1886 wurde ihm der Orden [[Pour le Mérite]] für Kunst und Wissenschaften verliehen.
 +
 +In Anerkennung seiner Verdienste um Wissenschaft und Gesellschaft wurde Siemens durch Kaiser [[Friedrich III. (Deutsches Reich)|Friedrich III.]] 1888 in den Adelsstand erhoben. Die [[SI-Einheitensystem|SI]]-Einheit des [[elektrischer Leitwert|elektrischen Leitwerts]] wurde nach ihm benannt. Zu seinen Lebzeiten wurde jedoch ein bestimmter elektrischer Widerstand als "1 Siemens"​ oder "​Siemens-Einheit (SE)" bezeichnet, nämlich der Widerstand einer [[Quecksilber]]säule bestimmter Abmessungen bei 0 °C; dieses Widerstands-Normal hatte Siemens entwickelt. 1 SE = 0,944 [[Ohm (Einheit)|Ohm]].
 +
 +'''​Denkmäler und Büsten'''​
 +* 1892 Marmorbüste von Bildhauer [[Adolf von Hildebrand]],​ Siemens-Villa Berlin-Charlottenburg
 +* 1893 Büste von H. Schenkam Institut für Chemie und Elektrotechnik der TH Stuttgart
 +* 1893 Marmorbüste von [[Ludwig Brunow]] zur Gedächtnisfeier in der [[Philharmonie Berlin]], später im Haus Werner von Siemens in [[Berlin-Lankwitz]] (verschollen)
 +* 1893 Bronzebüste von Ludwig Brunow für die [[Weltausstellung]] [[Philadelphia]] (verschollen)
 +* 1896 Kopfskulptur am Gewölbe der Oberbaumbrücke in Berlin von [[Johannes Boese]]
 +* 1896 Büste an der Fassade der Urania in Berlin, später in Lankwitz (verschollen)
 +* 1898 Bronzedenkmal auf der Potsdamer Brücke Berlin von [[Julius Moser]] (eingeschmolzen)
 +* 1898 Gedenktafel in Lenthe
 +* 1899 Bronzerelief im Siemens-Archiv von Adolf von Hildebrand ​
 +* 1899 Marmorrelief für Gedenkstätte im Park der Siemens-Villa Charlottenburg (zerstört)
 +* 1899 Bronzestandbild vor dem Hauptgebäude der TU Charlottenburg von [[Wilhelm Wandschneider]] (2006 restauriert und neu aufgestellt an der Str. des 17. Juni 136)
 +* 1904 Gedenkplatte des Elektrotechnischen Vereins Berlin mit den Medaillons der beiden Gründer Siemens und Stephan
 +* 1906 Marmorrelief im Ehrensaal des Deutschen Museum München von A. v. Hildebrand
 +* Relief im U-Bahnhof Berlin-Klosterstraße von A. Vogel
 +* 1914 Relief am Haus des Vereins Deutscher Ingenieure in Berlin von [[Hugo Lederer]]
 +* 1914 Marmorrelief am Haus der Maschinenbauschulen in Magdeburg nach A. v. Hildebrand
 +* 1916 Goldrelief auf der Kassette des Rings der [[Werner-von-Siemens-Ring]]-Stiftung
 +* 1922 Marmorrelief auf der Grabstätte Siemens [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]] nach A. v. Hildebrand
 +* 1929 Marmorbüste (Kopie) im Ehrenraum der Elektrotechnik im Deutschen Museum München von [[Josef Wackerle]]
 +(Angaben aus: Siemens-Mitteilungen Nr. 145 v. 12. Oktober 1933)
 +
 +== Schriften ==
 +*''​Die electrische Telegraphie''​. Lüderitz, Berlin 1866
 +*''​Positive Vorschläge zu einem Patentgesetz''​. Bittkow, Berlin 1869
 +*''​Beiträge zur Theorie der Legung und Untersuchung submariner Telegraphenleitungen''​. Akademie, Berlin 1881
 +*''​Gesammelte Abhandlungen und Vorträge''​. Springer, Berlin 1881
 +*''​Ueber die Zulässigkeit der Annahme eines electrischen Sonnenpotentials und dessen Bedeutung zur Erklärung terrestrischer Phänomene''​. Leipzig 1883
 +*''​Beiträge zur Theorie des Magnetismus''​. Königliche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Berlin 1884
 +*''​Über die Erhaltung der Kraft im Luftmeere der Erde''​. ​ Königliche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Berlin 1886
 +*''​Das naturwissenschaftliche Zeitalter''​. Schumacher, Berlin 1886
 +*''​Über das allgemeine Windsystem der Erde''​. Akademie der Wissenschaften,​ Berlin 1890
 +*''​Wissenschaftliche und technische Arbeiten''​. Springer, Berlin 1889
 +*''​Lebenserinnerungen''​ Piper-Verlag,​ München 2004, ISBN 3-492-04621-5
 +*''​Aus einem reichen Leben: Werner von Siemens an seine Familie und an seine Freunde''​. Deutsche Verlags-Anstalt,​ Stuttgart 1954
 +
 +==Literatur==
 +*Wilfried Feldenkirchen:​ ''​Werner von Siemens. Erfinder und internationaler Unternehmer''​ Piper-Verlag,​ München 1996
 +*Wilfried Feldenkirchen,​ Almuth Bartels: ''​Werner von Siemens''​ Ullstein, München 2000, ISBN 3-548-35948-5
 +*Conrad Wandrey: Werner Siemens. ''​Geschichte seines Lebens und Wirkens'',​ Erster Band, München 1942
 +*Sigfrid von Weiher: ''​Werner von Siemens: Ein Leben für Wissenschaft,​ Technik und Wirtschaft''​. Musterschmidt,​ Göttingen 1974
 +
 +==Weblinks==
 +{{PND|118614088}}
 +* [http://​w4.siemens.de/​archiv/​de/​persoenlichkeiten/​gruender.html#​1 Werner von Siemens und weitere Gründer im Siemens-Archiv]
 +* [http://​vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/​people/​data?​id=per306 Kurzbiografie und Verweise auf digitale Quellen] im Projekt VLP des [[Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte|Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte]] (englisch)
  
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